Ausstellungen / Veranstaltungen

ab Januar 2021

"DIE STADT. Zwischen Skyline und Latrine"

Es geht um die Stadt als kulturübergreifendes Phänomen und zentraler Ort in komplexen Gesellschaften. Ausgangspunkt ist die sächsische Stadtarchäologie, die Schichten und Spuren freilegt, welche unsere Städte oft bis heute prägen. Exponate kommen aus Städten des Zweistromlandes, der klassischen Antike, des Mittelalters, der Neuzeit und vielleicht sogar der Zukunft.

Wann: 22.01.2021 bis 18.07.2021

Wo: Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz

Webseite: www.smac.sachsen.de

Silber, Gold und Seide - Chemnitzer Kirchenschätze vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Zu den wertvollsten Ausstattungsstücken von Kirchenräumen zählt das sakrale Gerät (lat. vasa sacra), ein Sammelbegriff für liturgische Gegenstände, die für die Feier des Gottesdienstes und die Spendung der Sakramente benötigt werden. Für ihre Herstellung wurden in der Regel kostbare Materialien und aufwändige Formen verwendet. Das Dekor und die Inschriften vermitteln Einblicke in die Glaubens- und Lebenswelt der Bürger:innen, die diese Dinge einst gestiftet haben. An vielen Kirchen hat sich über Jahrhunderte hinweg ein reicher Schatz an Kannen, Kelchen, Dosen und Schalen sowie Leuchtern und Kruzifixen angesammelt.Für die Sonderausstellung im Schloßbergmuseum haben einige Kirchgemeinden der Stadt und des Umlandes ihre Tresore geöffnet. Dem Besucher wird damit ein Überblick über die künstlerische und kunsthandwerkliche Entwicklung sowie die kulturgeschichtliche Dimension dieser faszinierenden Werke der Kleinkunst ermöglicht.

Wann: 31.01.2021 bis 30.05.2021

Wo: Schloßbergmuseum

Webseite: www.kunstsammlungen-chemnitz.de

ab Februar 2021

Tu biShvat - Fest der Bäume

Anlässlich des Jubiläums der 30. Tage der jüdischen Kultur in Chemnitz und 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland nimmt die Ausstellung erstmals nicht nur bedeutende jüdische Sammler:innen, Künstler:innen und Unterstützer:innen der Kunstsammlungen Chemnitz in den Blick, sondern widmet sich auch ihrer gestifteten Kunstwerke und Beziehungen zueinander.

Wann:21.02.2021 bis 24.05.2021

Wo: Kunstsammlungen am Theaterplatz

Webseite: www.kunstsammlungen-chemnitz.de

Serge Poliakoff - Vollendete Peinture

Die Ausstellung greift einen wichtigen Künstler aus der Sammlung Dr. Alfred Gunzenhausers heraus: Serge Poliakoff (1900 – 1969). Um 1950 entwickelt er in Paris seine unverwechselbare Bildsprache. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen 10 Gemälde aus der Sammlung Gunzenhauser, welche durch die Ergänzung von Leihgaben nicht nur die künstlerische Entwicklung Poliakoffs von den noch gegenständlichen Anfängen bis hin zu seiner unverkennbaren abstrakten Ausdrucksweise verdeutlichen, sondern auch dem Prozess der Form- und Farbfindung innerhalb ihrer Möglichkeiten nachspüren.

Wann:28.02.2021 bis 06.06.2021

Wo: Kunstsammlungen am Theaterplatz

Webseite: www.kunstsammlungen-chemnitz.de

ab März 2021

Pierre Soulages Malerei 1946 – 2019

Der international renommierte französische Maler Pierre Soulages zählt zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts und der Nachkriegsmoderne. Er gehört der Generation der Nachkriegskünstler:innen an, die im Informel, dem Gestischen und der Abstraktion die Vollendung der modernen Kunst und des modernen Menschen sahen. Hier wird Abstraktion nicht als reine Vergeistigung gedacht, sondern als Befreiung der Kunst und Angebot an die Betrachter:innen, sich allein der künstlerischen und ästhetischen Gegenwart zu stellen. Pierre Soulages konzentriert sich seit den späten 1970er Jahren auf eine hoch verdichtete und opak aufgetragene schwarze Farbschicht auf der Leinwand. Ihn interessiert dabei, wie sich in der modulierten Farbe das Umgebungslicht bricht, und wie wir als Betrachter:innen das Licht und die Farbe im Wandel wahrnehmen. Deswegen gilt Soulages als Maler des Lichts, da sich dieses auf immer neue Art und Weise auf den unterschiedlichen Bildoberflächen bricht.Aus Anlass seines 100. Geburtstags gewährte der Pariser Louvre dem Künstler 2020 eine große Ausstellung im Salon d’Apollon – eine seltene und nur den wichtigsten Künstler:innen vorbehaltene Ehre. Nun zeigen die Kunstsammlungen Chemnitz in Kooperation mit dem Museum Frieder Burda die zweite große Museumsausstellung in Europa zu Ehren von Pierre Soulages.

Wann:21.03.2021 bis 13.06.2021

Wo: Kunstsammlungen am Theaterplatz

Webseite: www.kunstsammlungen-chemnitz.de

ab April 2021

70 Jahre »Kunst am Bau«

Die Ausstellung zeigt ausgewählte »Kunst am Bau«-Projekte, die seit 1950 sowohl im Auftrag des Bundesrepublik Deutschland als auch der DDR im In- und Ausland entstanden sind. Denn im besagten Jahr wurde fast zeitgleich sowohl im Deutschen Bundestag als auch in der Volkskammer der DDR die Beteiligung bildender Künstler bei staatlichen Baumaßnahmen beschlossen. Damit war ein Anteil der Bausumme für Neubauten und Wiederinstandsetzungen staatlicher Gebäude künftig für Kunst vorgesehen. Um das seit 70 Jahren währende Engagement in diesem Bereich und die vielfach hervorragenden »Kunst am Bau«-Arbeiten einer breiteren Öffentlichkeit bewusst zu machen, hat das heute zuständige Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung eine Wanderausstellung zusammengestellt, die sich der Funktion, Geschichte und Vielfalt der unterschiedlichen »Kunst am Bau«-Aufträge in Deutschland widmet.

Wann:01.04.2021 bis 02.05.2021

Wo: Kunstsammlungen am Theaterplatz

Webseite: www.kunstsammlungen-chemnitz.de

ab Juli 2021

Der Klang der Großstadt. Chemnitz im Kaiserreich 1871-1918/19

2021 jährt sich zum 150. Mal die Gründung des Deutschen Kaiserreichs, das von 1871 bis 1918/19 bestand. In diesen Zeitraum fällt die durch unvorstellbare Dynamik forcierte Formung des Gemeinwesens der Stadt Chemnitz zur sächsischen Industriemetropole: Mit 100.000 Einwohnern im Jahr 1883 überschritt die Kommune die Grenze zur „Großstadt“ formell – bis 1900 kamen jeweils im Zehn-Jahres-Schritt weitere 100.000 Einwohner dazu. Wirtschaft, Verwaltung, Administration, Kultur, Sozialwesen, Infrastruktur, Architektur und viele Aspekte mehr mussten mit diesen Anforderungen Schritt halten. Der Zeitraum, den die Existenz des Deutschen Kaiserreiches definiert, ist somit eine der prägendsten Epochen in der Geschichte der Stadt Chemnitz überhaupt. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Industriemuseum Chemnitz, dem Stadtarchiv und der TU Chemnitz.

Wann: 11.07.2021 bis 07.11.2021

Wo: Schloßbergmuseum

Webseite: www.kunstsammlungen-chemnitz.de

Nähe und Distanz - Carlfriedrich Claus und Gerhard Altenbourg im Dialog

Die Beziehung zwischen Carlfriedrich Claus und Gerhard Altenbourg, von der eine lose Korrespondenz zwischen 1960 und 1980 zeugt, beruhte weniger auf einer persönlichen Affinität füreinander, als auf dem Agieren im selben kulturellen Milieu. Persönlich begegneten sie sich erstmals 1959 in der Galerie Schüler in West-Berlin. Doch schon in den Jahren nach 1945 beschäftigten sich beide parallel mit der Kunst der Avantgarden – vor allem mit Surrealismus, Dadaismus und Futurismus – und adaptierten deren Konzepte wie den Automatismus oder die Intermedialität. Sowohl die subtilen Zeichnungen und Grafiken von Altenbourg, als auch die Sprachblätter von Claus passten nicht in das starre Muster des normativen DDR-Realismus‘. Stattdessen genossen beide Künstler früh eine internationale Aufmerksamkeit, was wiederum Repressionen in der DDR auslöste und das solidarische, wertschätzende, aber dennoch auch kritische Verhältnis zueinander erklärt.

Wann:25.07.2021 bis 16.10.2021

Wo: Kunstsammlungen am Theaterplatz

Webseite: www.kunstsammlungen-chemnitz.de

ab Oktober 2021

„Tabakrausch an der Elbe – Geschichten zwischen Orient und Okzident“

Sonderausstellung im Industriemuseum Chemnitz

Wann:08.10.2021 bis 09.01.2022

Wo: Industriemuseum Chemnitz

Webseite: web.saechsisches-industriemuseum.com

Entfesselte Kunst - Meisterwerke der Avantgarde

Die russische Avantgarde war Anfang des 20. Jahrhunderts ein einmaliges Phänomen. Über knapp drei Jahrzehnte vollzog sich innerhalb der Bildenden und Darstellenden Kunst eine einzigartige Entfesselung. Künstler suchten nach neuen Ausdrucks- und Gestaltungsformen, und die Kunst befand sich in einer tiefgreifenden Umwälzung. Anhand des Kernbestands der bedeutenden Privatsammlung SAC und ergänzender Leihgaben wird dieser Befreiungsschlag auf vielfältige Weise erlebbar gemacht. Beginnend mit Werken von Marc Chagall, Ivan Puni und Arbeiten aus der Schule von Kazimir Malevitch werden berühmte Vertreter und Positionen des Aufbruchs vorgestellt. Im Hauptteil der Ausstellung werden unter anderem Figurinen sowie historische Filmaufnahmen gezeigt, aber auch freie Kunst und Textilien sind hier Bestandteil der Ausstellung.

Wann:17.10.2021 bis 16.01.2022

Wo: Kunstsammlungen am Theaterplatz

Webseite: www.kunstsammlungen-chemnitz.de

Stefan Vogel - Relax it’s only paranoia.

In seiner ersten musealen Einzelausstellung ergreift der in Leipzig lebende Künstler Stefan Vogel Besitz vom Westflügel der Kunstsammlungen am Theaterplatz, den er wie eine Bühne völlig neu in Szene setzt: Dementsprechend betritt der Besucher die bestehenden Säle als neuartige Raumlandschaften und begegnet so dem Museumsraum als einem atmosphärischen All-Over-Setting. Vogels Raumkonstruktionen werden begleitet von Neonarbeiten und Bildern, die von konkreter Poesie ebenso geprägt sind wie von seinem Interesse an einer spezifischen Materialästhetik. Dabei stehen Fragen zur Erinnerungskultur und zum Bildgedächtnisses im Zentrum. Zugleich bricht der Künstler durch eine Vielzahl an robusten Interventionen mit Baustoffen und Alltagsobjekten mit den Erwartungshaltungen, die an einen nobilitierenden musealen Raum gestellt werden. Die Ausstellung entsteht in enger Kooperation mit Stefan Vogel und ist Teil einer von der Overbeck-Gesellschaft des Kunstvereins Lübeck initiierten Ausstellungsreihe des Künstlers.

Wann:31.10.2021 bis 20.02.2021

Wo: Kunstsammlungen am Theaterplatz

Webseite: www.kunstsammlungen-chemnitz.de