Vitale Innenstädte 2018

23.01.2019

Wie sieht die Zukunft der deutschen Innenstädte aus und was wünschen sich Innenstadtbesucher von ihren Stadtzentren? Diese Fragen liegen der bundesweiten Untersuchung „Vitale Innenstädte 2018“ zugrunde, die das IFH Köln im Herbst 2018 bereits zum dritten Mal anhand eines einheitlichen Fragebogens durchgeführt hat.

Hintergrundinformationen und Ziel der Untersuchung

Wie sieht die Zukunft der deutschen Innenstädte aus und was wünschen sich Innenstadtbesucher von ihren Stadtzentren? Diese Fragen liegen der bundesweiten Untersuchung „Vitale Innenstädte 2018“ zugrunde, die das IFH Köln im Herbst 2018 bereits zum dritten Mal anhand eines einheitlichen Fragebogens durchgeführt hat.

In 116 deutschen Städten aller Größen und Regionen wurden zeitgleich Innenstadtbesucher zu ihren Einkaufsgewohnheiten und der Attraktivität der Innenstadt befragt. Die Datenerhebung erfolgte an zwei ausgewählten Tagen (Donnerstag und Samstag) im September 2018. Insgesamt sind so fast 60.000 Interviews zusammengekommen.

Ziel der Untersuchung ist es, den Partnern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung wichtige Informationen über die Positionierung ihrer Stadt aus Sicht der Besucher als Planungsgrundlage für standortspezifische Maßnahmen zur Verfügung stellen zu können. Die Untersuchung liefert sowohl allgemeine Ergebnisse zur Attraktivität von Innenstädten und den Ansprüchen der Innenstadtbesucher an die Stadtzentren der Zukunft als auch spezifische Erkenntnisse zu einzelnen deutschen Städten aller Größen und Regionen.

Chemnitzspezifische Auswertungsergebnisse

Werden die Besucher der Chemnitzer City nach dem Anlass ihres Aufenthaltes gefragt, steht bei den meisten Besuchern sowohl an Werktagen als auch am Wochenende das Einkaufen auf Platz 1. Am Befragungs-Donnerstag standen darüber hinaus Behördengänge und der Besuch gastronomischer Einrichtungen auf der Agenda, wohingegen am Samstag die Chemnitzer Kultur- und Freizeiteinrichtungen sich großer Beliebtheit erfreuten.
Generell kann die Chemnitzer City bei den Besuchern besonders durch die Vielzahl und die Attraktivität der gastronomischen Angebote punkten. Des Weiteren schätzen die Befragten die Sauberkeit sowie die Erreichbarkeit der Innenstadt durch den öffentlichen Personennahverkehr. Die Übersichtlichkeit der Innenstadt sowie die Ladenöffnungszeiten und die angebotenen Events und Festivitäten, die im Verlauf des Jahres stattfinden, wurden zudem positiv hervorgehoben.
Im Vergleich dazu wurden die Parkmöglichkeiten in der Innenstadt als lediglich befriedigend bewertet und auch das Angebot seitens der Einzelhändler könnte laut der Befragten noch attraktiver gestaltet werden. Einige bemängelten das innerstädtische Ambiente und das mangelnde Flair der Straßenzüge.

Fazit seitens „Chemnitz City“

Die Untersuchung „Vitale Innenstädte 2018“ spiegelt für die Initiative „Chemnitz City“ wichtige Punkte wieder, an denen sich im Verlauf der kommenden Jahre geplante Maßnahmen orientieren werden. Ganz konkret steht die Initiative bereits jetzt zum Thema Gestaltung und Schaffung von Aufenthaltsqualität sowie Verweildauer im Gespräch mit Eigentümern innerstädtischer Objekte und Flächen. Zudem stehen auch neue Ansätze von Veranstaltungsformaten im Fokus. Weitere Aktionen sind geplant und werden entsprechend gesondert vorgestellt.

Partner der Untersuchung in Chemnitz

Partner der Untersuchung in Chemnitz sind neben der Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH der Handelsverband Sachsen e.V. und die IHK Chemnitz.
„Es freut uns sehr, dass wir mit der Stadt Chemnitz an der größten Innenstadtstudie in Deutschland teilnehmen konnten. Die Untersuchung gab Aufschluss darüber, wie attraktiv die Innenstadt aus Sicht der Besucher ist, wie sich das Einkaufsverhalten der Besucher gestaltet, was bereits gut funktioniert und wo Reserven sowie Potenziale liegen. Wenn wir uns vergegenwärtigen, dass zum Zeitpunkt der Befragung Ende September 2018 die Stadt noch unter dem Eindruck der Erlebnisse im Sommer des vergangenen Jahres stand, sind die Ergebnisse durchaus positiv zu bewerten und machen Mut. Nun heißt es aber auch, die Erkenntnisse aus der Studie zu nutzen und die herausgearbeiteten Handlungsfelder zur weiteren Attraktivitätssteigerung und dauerhaften Erhöhung der Passantenfrequenz mit allen Partnern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft anzugehen und umzusetzen“ so René Glaser, Geschäftsführer des Handelsverbandes Sachsen, stellvertretend für die Projektpartner in Chemnitz.


Stadthalle Chemnitz. Foto: Ernesto Uhlmann