Rückblick auf die Tage der Industriekultur 2013

13. bis 15. September 2013

Mit einer überaus positiven Bilanz gingen die 4. Tage der Industriekultur 2013 zu Ende. Bei ihrer diesjährigen Auflage zum Themenschwerpunkt „Textil“ zog die Veranstaltung rund um Industriegeschichte, -gegenwart und –innovation an die 30.000 Besucher an.Einen wesentlichen Beitrag zur hohen Besucherzahl leistete erneut der dreitägige Gründerzeitmarkt am Rathaus: Über 27.000 Gäste verweilten bei schönem Wetter auf dem Chemnitzer Marktplatz, um sich mit historischen Karussells und Spielen, mit Webstühlen und Tuchschneidemaschinen, traditionellem Handwerk und einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm in die Atmosphäre eines Jahrmarktes des frühen 20. Jahrhunderts versetzen zu lassen. Über überwiegend ausgebuchte Führungen konnten sich am Freitag die über 20 Standorte der Früh- oder Spätschicht freuen: 200 Kinder aus Kindergärten und Grundschulen entdeckten am Freitagvormittag die Welt von Technik, Industrie und Industriegeschichte. Etwa 2.500 Besucher nutzten am Freitagabend die Gelegenheit zur Besichtigung von Unternehmen, Gewerbestandorten und Forschungsinstituten. Eine erfolgreiche zweite Auflage erlebten auch die „Industriewelten“ am Sonntag, die 2013 in der Jugendherberge „eins“ am Getreidemarkt zu Gast waren. Das Veranstaltungsformat mit einer Mischung aus Musik, Vorträgen und Workshop-Angeboten sahen sich insgesamt rund 100 Besucher an.

Frühschicht am 13. September 2013

Wie kommt der Strom in die Steckdose? Warum ist Metall oft so hart? Woher kommen die Schwellen für die Eisenbahn? Und was passiert mit Sachen, die wir wegschmeißen? Unternehmen wie RAILBETON HAAS, die Härterei Reese und eins energie in sachsen, Forschungseinrichtungen wie das Institut für Physik der TU Chemnitz beantworteten am Freitagvormittag die Fragen des Chemnitzer Nachwuchses. Das Sächsische Industriemuseum zeigte die Chemnitzer Wirtschaft, als diese noch in den Kinderschuhen steckte. Kindergarten- und Grundschulkinder machten sich auch bei der 2. Auflage der „Frühschicht“ auf die Socken, um Chemnitzer Industrie und Industriegeschichte zu entdecken. Kindgerechte Führungen und eigene Experimente stillten den Wissensdurst der Jüngsten und machen Lust auf Naturwissenschaften und Technik.

Partner der Frühschicht 2013

  • ASR – Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb
  • eins energie in sachsen GmbH
  • Härterei Reese Chemnitz GmbH & Co. KG
  • RAILBETON HAAS KG
  • Sächsisches Industriemuseum
  • TU Chemnitz – Institut für Physik

Spätschicht am 13. September 2013

Gewebte Sensoren, leuchtende Stoffe oder ein spezieller Teppich als Skipiste – technische Textilien geben Sachsens Textilindustrie eine Zukunft: Entwickelt werden sie zum Beispiel im Sächsischen Textilforschungsinstitut, das am Freitagabend einer der Knotenpunkte war. Die Resonanz bei den Besuchern war aber nicht nur dort, sondern insgesamt bei den Unternehmen aus Maschinenbauern und Energieversorgern, Bildungs- und Verkehrsunternehmen und den 60 Start-ups im Technologie Centrum Chemnitz, so groß, daß einige Unternehmen vor Ort Extra-Führungen einrichteten.

Partner der Spätschicht 2013

  • Anchor Lamina GmbH
  • Bildungszentrum Energie GmbH
  • Chemnitzer Verkehrs-Aktiengesellschaft CVAG
  • eins energie sachsen GmbH & Co. KG
  • EAAT GmbH Chemnitz
  • GEMAC – Gesellschaft für Mikroelektronikanwendung
  • Heckert GmbH
  • HQM induserv GmbH
  • Kieselstein Immobilien GmbH & Co.KG
  • NILES-SIMMONS Industrieanlagen GmbH
  • RAILBETON HAAS KG
  • Sächsisches Textilforschungsinstitut e.V. (STFI)
  • Schönherr Weba GmbH
  • Siemens AG
  • TCC Technologie Centrum Chemnitz GmbH
  • UNION Werkzeugmaschinen GmbH Chemnitz
  • Zentralkonsum eG „Neue Kauffahrtei“

Gründerzeitmarkt vom 13. bis 15. September 2013

Der Gründerzeitmarkt war auch 2013 der Dreh- und Angelpunkt der „Tage der Industriekultur“. Im Vergleich zum Vorjahr konnte das dortige Angebot ausgebaut werden und wurde dank dem Engagement vieler Chemnitzer Akteure zu einem Glanzpunkt, der unzählige Besucher aus Chemnitz und der Region in die Innenstadt lockte. Zum einen leisteten die technikhistorischen Museen wie das Technische Uhrenmuseum, das Industriemuseum, das Straßenbahnmuseum und das Eisenbahnmuseum mit ihren Exponaten und Aktionen einen besonderen Beitrag zur Atmosphäre des Marktes und konnten gleichzeitig für ihre Einrichtungen die Werbetrommel rühren. So hatte zum Beispiel das Eisenbahnmuseum vor dem Rathaus eine Feldbahn in Bewegung gesetzt und damit nicht nur Kinderaugen zum Leuchten gebracht.

Zum anderen gab es ein deutlich ausgebautes Angebot für den Nachwuchs mit dem Figurentheater der städtischen Theater, einer Kartonstadt und vielen Aktions- und Mitmachangeboten. Der Schwerpunkt Textilwirtschaft spiegelte sich auf dem Markt in einem funktionstüchtigen historischen Webstuhl aus der schönherr.fabrik, in voll funktionierenden und vor Ort von der Inhaberin der Grünaer Firma Carl Winkler, Frau Krahmer, bedienten Schneidemaschinen oder in einer Modenschau auf dem Markt wieder. Im Bühnenprogramm zählte der Tanzabend mit Live-Musik am Samstag zu den Höhepunkten des Gründerzeitmarktes.