Moderne mit allen Sinnen erleben

29.01.2016

PRESSE-INFORMATION

Januar 2016

Moderne mit allen Sinnen erleben


Eine Fülle herausragender Kulturerlebnisse erwartet die Besucher im Frühling in
Chemnitz

Stagnation ist anderswo – in Chemnitz herrscht Aufbruchsstimmung. Gestaltungswille und
Zukunftsorientierung prägen die Stadt der Moderne schon seit der Industrialisierung; davon
zeugen Bauten großer Architekten von der Gründerzeit bis heute.
Wie Chemnitzer Künstler ab 1900 die Darstellungskonventionen sprengten und die
Bildsprache einer ganzen Epoche prägten, zeigen die Kunstsammlungen anhand der
Werke von Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff.
Auch die Freiheit des Körpers und die Lust an der Bewegung sind Errungenschaften der
Moderne: zu erleben in der jazz-inspirierten Tanzlust der Zwanziger ebenso wie bei den
Skatern auf der Straße der Nationen oder angesichts des aktuellen Booms des Fahrrads
als Verkehrsmittel der Zukunft, letzteres zu bestaunen im Sächsischen Industriemuseum
Chemnitz.
Innovationsmotor war und ist Geld – doch was ist das überhaupt? Antworten sucht das
SMAC in einer Sonderausstellung im Mai in Chemnitz.

Chemnitzer Highlights im Frühjahr 2016
· Kunstsammlungen Chemnitz / Museum Gunzenhauser: Erich Heckel 17.01.– 17.04.2016
· 25. Tage der jüdischen Kultur in Chemnitz 27.02. – 13.03.2016
· Theater Chemnitz: Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ 19.03. – 17.04.2016
· Sächsisches Industriemuseum Chemnitz: Sonderausstellung „Das Fahrrad – Kultur,
Technik, Mobilität“ 13.05.2016 – 29.01.2017
· Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz (SMAC): Sonderausstellung GELD 27.05.–
30.12.2016


Farbenpracht und Gestaltungskraft
Höhepunkte des deutschen Expressionismus im Museum Gunzenhauser
Erich Heckel: Vorstadt 1910
Von 17. Januar bis 17. April präsentieren die Kunstsammlungen Chemnitz im Museum
Gunzenhauser eine umfangreiche Ausstellung mit 120 Werken des Brücke-Künstlers Erich
Heckel (1883-1970), darunter das rätselhafte Bild „Knabe in der Tram“ von 1912, die
Rekonstruktion des Triptychons „Badende“ von 1919 sowie noch nie gezeigte Leihgaben
aus Privatbesitz.
Der in Chemnitz aufgewachsene Heckel gehört zu den bedeutendsten deutschen
Künstlern der klassischen Moderne; als Mitbegründer und Geschäftsführer der Künstlervereinigung
Brücke übte er großen Einfluss auf die Entwicklung des deutschen
Expressionismus aus.
Eine begleitende Vortragsreihe beleuchtet Aspekte aus Heckels künstlerischer Vita, u.a. die
Rolle der Familie Gurlitt als Förderer des Expressionismus (16.2.2016) und die
Künstlerfreundschaft mit Karl Schmidt-Rottluff (12.04.2016), die von der gemeinsamen
Chemnitzer Jugendzeit bis zu Heckels Tod Bestand hatte.
Eine große Ausstellung von Werken Schmidt-Rottluffs ist noch bis 10.04.2016 in den
Kunstsammlungen am Theaterplatz zu sehen und bietet Besuchern die einmalige Chance,
an einem Tag die Oeuvres beider Künstler zu betrachten.
Gleichfalls bis 10. April dort zu sehen ist das Gemälde „Die Mühle – le blut fin“ von Vincent
van Gogh (1886), das in Chemnitz erstmals überhaupt in Deutschland gezeigt wird.
17.01. bis 17.04.2016; weitere Informationen unter www.kunstsammlungen-chemnitz.de

Klassik, Klezmer und mehr

25. Tage der jüdischen Kultur in Chemnitz
Die Chemnitzer Synagoge, errichtet 1998 – 2002 von dem Frankfurter Architekten und Professor an der
Hochschule Anhalt in Dessau Alfred Jacoby; Veranstaltungen bei den Tagen der jüdischen Kultur bieten
Gelegenheit zum Besuch.
Von 27. Februar bis 13. März 2016 laden die Tage der jüdischen Kultur in Chemnitz zum
25. Mal zur Begegnung mit vielen Facetten jüdischen Lebens ein.
Die Reihe startete 1991 als erste derartige Initiative in den neuen Bundesländern; ihre
verbindende Ausstrahlung zeigt sich in mehr als 80 Veranstaltungen an 35 Orten mit 32
Mitveranstaltern im Jubiläumsjahr.
Vorträge (z.B. über das Ghetto Litzmannstadt/Lodz oder den Pionier der NS- und
Holocaust-Forschung Joseph Wulf), Lesungen und Seminare ermöglichen die
Auseinandersetzung mit Antisemitismus und Judenverfolgung; Konzerte, Ausstellungen,
Filmabende und weitere Veranstaltungen machen stilistische Vielfalt und künstlerischen
Reichtum erlebbar.
Zu den Höhepunkten zählen eine Aufführung von Alexander Zemlinskys Oper „Der Zwerg“
in der überregional gelobten Produktion des Theaters Chemnitz („glanzvoll“ – Opernwelt
01/2016), „Die Jüdin von Toledo“ (Feuchtwanger/Grillparzer) in der Inszenierung des
Theaters Gobelin und Klezmer mit Boris Rosenthal & Friends im SMAC. Die international
bekannte Klezmer-Band „Brave Old World“ lädt zum Konzert mit Songs aus dem Ghetto
Lodz, das fast vergessene Lieder von Straßensängern mit eigenen Kompositionen und
Arrangements kombiniert und dabei traditionelle und zeitgenössische Ästhetik verschmilzt.
27.02. bis 03.03.2016; weitere Programmdetails ab 26.01.2016 – www.tdjk.de

Sängerwettstreit auf der Opernbühne, Tanzshow im Stadtbad
Wagner-Premiere „Die Meistersinger von Nürnberg“ und
Tanzrevue „Die Moderne geht baden“

Rechtzeitig zu Ostern bringt das Theater Chemnitz – schon Anfang des 20. Jahrhunderts
berühmt für seine Wagner-Aufführungen – eine Neuproduktion der „Meistersinger von
Nürnberg“ mit Bayreuth-erprobten Solisten wie Franz Hawlata als Sachs und Roman
Trekel als Beckmesser heraus.
Mit dieser Neuproduktion der „Meistersinger“ nimmt Chefregisseur Michael Heinicke seinen
Abschied vom Theater Chemnitz. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Frank
Beermann, Garant für Entdeckersinn und die verlässlich hohe musikalische Qualität der
Chemnitzer Oper.
Das Haus hat in den letzten Jahren überregionale Strahlkraft entwickelt, etwa mit
deutschen Erstaufführungen von Meyerbeers Grand Opéra Vasco da Gama oder zuletzt
des Musicals Flashdance, das inzwischen auch am Staatstheater Darmstadt Furore
machte und in Chemnitz wieder von April bis Ende Mai zu sehen ist.
Premiere 19.03.2016; weitere Vorstellungen: 27.03./10.04./17.04.2016
Zuvor verwandelt das Ballett Chemnitz zum zweiten Mal das Chemnitzer Stadtbad im
Bauhausstil in eine Tanzbühne: Die furiose Choreographie im außergewöhnlichen
Ambiente lässt die Aufbruchsstimmung und künstlerische Experimentierfreude, den
Glamour und die Vergnügungssucht der Zwanziger nacherleben.
27./ 28.02.2016; Informationen unter www.theater-chemnitz.de

Das Fahrrad - Kultur, Technik, Mobilität
Sonderausstellung im Industriemuseum Chemnitz

Staufrei, umweltfreundlich und stylisch durch den Stadtverkehr – das Fahrrad ist für viele
heute Statussymbol und Kultobjekt wie früher nur das Auto. Doch das Fahrrad hat nicht nur
eine große Zukunft, sondern auch eine spannende Vergangenheit.
Sächsische Patente wie die Zweigang-Nabenschaltung oder die Doppelrollenkette, die mit
den Namen Wanderer und Diamant verknüpft sind, haben zur Entwicklung des Fahrrads
zum modernen Verkehrsmittel wesentlich beigetragen.
Eine Sonderausstellung, die das Sächsische Industriemuseum in Kooperation mit dem
Museum für Arbeit Hamburg präsentiert, veranschaulicht die Dimensionen Technik, Kultur
und Mobilität und zeigt Innovationen, urbane Lifestyles und Zukunftsvisionen. Unter den
Exponaten werden wertvolle Ausstellungsstücke aus Sachsen eine wichtige Rolle spielen.
13.05.2016 – 29.01.2017; Informationen unter web.saechsisches-industriemuseum.com

Geld
Sonderausstellung im Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz

Penunzen, Moneten, Marie, Mäuse, Kröten, Kohle, Asche, Schotter... die Namen, die
Menschen für Geld gebrauchen, sind ebenso abenteuerlich und seltsam wie die
Zahlungsmittel, die in Gebrauch waren oder sind.
„Am Gelde hängt, zum Gelde drängt doch alles“, lässt Goethe Fausts Gretchen sagen, und
jeder, der zu wenig davon hat, weiß: Ohne Geld geht nichts. Aber war das schon immer
so? Wie bekommt Geld seinen Wert und warum glauben wir daran? Was genau ist
überhaupt Geld? Was machen wir damit, und was macht es mit uns?
Die mehr als 3.000-jährige Geschichte des Allzweckmittels, das trotz unterschiedlichster
Erscheinungsformen aus Nichts besteht, beleuchtet eine Sonderausstellung im SMAC mit
Exponaten aus aller Welt.
27.05. – 30.12.2016; Informationen unter www.smac.sachsen.de


Aktueller Reisetipp:
Arrangement Wagner in Chemnitz
Rund um die Vorstellungstermine von „Parsifal“ und „Meistersinger von Nürnberg“ bietet
die Tourist-Information das Arrangement Wagner in Chemnitz für Individual- oder
Gruppenreisende an:
Leistungen:
· 2 x Übernachtung/Frühstücksbuffet in einem 4*-Hotel in unmittelbarer Nähe zur Chemnitzer
Oper
· Gästeführer für einen 2-stündigen Stadtrundgang „Auf den Spuren von Richard Wagner in
Chemnitz“
· 1 x 3-Gang-Richard-Wagner-Menü
· Eintrittskarte für die mittlere bis gehobene Kategorie zu einer Richard-Wagner-Vorstellung
(„Parsifal“ oder "Die Meistersinger von Nürnberg") in der Chemnitzer Oper
· Programmheft zur Inszenierung
Preise:
Arrangement im Doppelzimmer: ab 239 € pro Person*
Arrangement im Doppelzimmer: ab 299 € pro Person*
*Preis nach Verfügbarkeit und Hotel
Dieses Programm wird ab 20 Personen auch als Gruppen-Arrangement zu vergünstigten
Konditionen angeboten.
Das Arrangement Richard Wagner in Chemnitz kann außerdem mit weiteren Bausteinen
ergänzt werden.

Auch zu den anderen Kulturangeboten stellt die Tourist-Information Chemnitz gerne
individuelle Arrangements zusammen.
Buchungskontakt: Tourist-Information Chemnitz Tel. 0371 690-680 Fax 0371 690-6830
info@chemnitz-tourismus.de

Weitere kulturelle Attraktionen auf einen Blick:
· Neue Sächsische Galerie: Druckgrafische Zyklen von Oskar Kokoschka (1886-
1980) und Bernhard Heisig (1925-2011) zu literarischen Texten u.a. von Kokoschka
und Heisig. Höhepunkte: die vollständigen Zyklen Heisigs zu Brechts Mutter
Courage und Fontanes Schach von Wuthenow, Mappe mit 41 Lithografien zu Saul
und David von Kokoschka.
23.02. – 22.05.2016 – www.neue-saechsische-galerie.de
· Schloßbergmuseum: Böhmen und Sachsen im Spiegel der Kunst um 1500. Ein
Gemeinschaftsprojekt des Schloßbergmuseums / Kunstsammlungen Chemnitz, der
Nationalgalerie Prag und des Geisteswissenschaftliches Zentrums Geschichte und
Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig 08.05. – 11.09.2016 –
www.schlossbergmuseum.de
· 25. Sächsisches Mozartfest: „Genius und Generationen“ 13. – 29. Mai 2016 –
www.mozart-sachsen.de