Bedeutsame Gebäude der Industriegeschichte bilden neue „Chemnitzer Route der Industriekultur“

28.09.2015

1. Infotafel am ehemaligen Umformwerk Jugendherberge Chemnitz „eins“ enthüllt

Das Stadtbild von Chemnitz prägen heute noch zahlreiche Industriebauten, die vom Aufschwung zu Beginn der industriellen Revolution zeugen. Damals entstanden hier die deutschlandweit ersten Fabriken. Heute werden viele davon neu genutzt, andere warten noch auf eine Revitalisierung. Alle sind industriegeschichtlich bedeutsame Gebäude, die den Chemnitzerinnen und Chemnitzern sowie ihren Gästen das Wirken von damals aufzeigen können.
Eine Vielzahl interessanter Fabrikgebäude und Fabrikantenvillen wurden unter der Leitung von Bürgermeister Philipp Rochold durch einen Arbeitskreis, in dem unter anderem der Industrieverein Sachsen 1828 e. V. und die CWE mbH mitwirkten, jetzt zur „Chemnitzer Route der Industriekultur“ verknüpft, die den Besuchern zu Fuß oder auch mit Fahrrad oder Segway erlebbar gemacht werden kann.

Zur Erarbeitung der Routen wurde eine generationsübergreifende Arbeitsgruppe im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Projektes „Ältere bauen mit Jüngeren Brücken für Europa“ zwischen Schülerinnen und Schülern des Georgius-Agricola-Gymnasiums in Chemnitz und Mentoren aus dem Seniorenkolleg der TU Chemnitz ins Leben gerufen. Die Schülerinnen und Schüler der 9. bzw. 10. Klasse erarbeiteten gemeinsam mit den Senioren die Geschichte der Gebäude. Die daraus entstandenen Texte werden als Kurzfassung auf Hinweistafeln aufgebracht, die an den jeweiligen Gebäuden entlang der Route angebracht werden.

Über einen QR-Code auf der Tafel kann der Besucher per Smartphone zu ausführlichen Informationen im Internet gelangen und wird zu einem virtuell geführten Stadtrundgang geleitet. So führen zwei verschiedene Routen – eine Fußgänger- und eine Fahrrad/Segway-Route – den Besucher zu insgesamt 17 Objekten der Industriegeschichte.

Die erste Infotafel der „Chemnitzer Route der Industriekultur“ an der Jugendherberge Chemnitz „eins“ wurde im Rahmen der Tage der Industriekultur am 26. September 2015 durch Bürgermeister Philipp Rochold enthüllt.
Dieser sollen weitere folgen: In nächster Zeit werden weitere Tafeln mit Kurztexten zu mehreren Chemnitzer Industriegebäuden gefertigt und angebracht, darunter beispielsweise die Schönherr-Fabrik, das Industriemuseum, das Verwaltungsgebäude der ehemaligen Hartmann-Werke, der Poelzig-Bau als ehemalige Textilfabrik Sigmund Goeritz AG und die ehemalige Aktenspinnerei an der Straße der Nationen.