Dem Erfolg der Industrie folgt das Wachsen der Kultur

01.08.2014

Vom 12. bis 14. September 2014 feiert Chemnitz die 5. Tage der Industriekultur

Chemnitz feiert vom 12. bis 14. September 2014 zum fünften Mal die Tage der Industriekultur. In diesem Jahr steht dabei eine Epoche im Mittelpunkt, in der Industrie und Kultur sich symbiotisch befruchteten – die Moderne. Die industrielle Moderne ließ Chemnitz im 19. Jahrhundert zur Großstadt werden, der wirtschaftliche Erfolg wirkte auf die Kultur- und Kunstszene der Stadt, die Ansätze der Moderne aufgriff und namhafte Architekten und Maler zu einmaligen Werken inspirierte.

„Bei den Tagen der Industriekultur wird diese historische Verbindung in diesem Jahr besonders sichtbar und – wie es unser Anspruch ist – auch mit Angeboten wie Spätschicht und den ‚Industriewelten‘ auch ins Heute übertragen“, sagt Ulrich Geissler, Geschäftsführer der veranstaltenden Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH.

Zeitreise im Stadtzentrum
Eine Reise in die Vergangenheit der Stadt Chemnitz offeriert der Gründerzeitmarkt im Herzen der Stadt. Mit der Eröffnung am 12. September, 17 Uhr taucht er den Markt in historisches Flair: Fahrgeschäfte wie anno dazumal, Akrobatik, fliegende Händler, Schauhandwerk und Präsentationen der technikhistorischen Museen aus Stadt und Region verführen zur Zeitreise. Ein Mitmach-Theater und weitere Attraktionen lassen Kinderherzen höherschlagen. Am Morgen des 13. September machen knapp 30 Motorenveteranen auf dem Gründerzeitmarkt Station – natürlich mit Piloten in zeitgenössischer Kleidung. Ebenfalls am Samstag spielt Leipzig Bocca von 20 bis 24 Uhr zum Tanz auf mit einem Mix aus Tango, Walzer, Jazz und Polka – wer das in authentische Kleidung der Gründerzeit tut, hat einen Tisch nahe an der Tanzfläche sicher. 13 technikhistorische Museen und Interessengemeinschaften stellen sich unter dem Motto „Wir sind Industriekultur!“ vor – neben den bekannten Chemnitzer Einrichtungen wie dem Sächsischen Industriemuseum, dem Sächsischen Eisenbahnmuseum oder dem Straßenbahnmuseum sind erstmalig auch das Deutsche Landwirtschaftsmuseum Blankenhain und die Interessengemeinschaft Telekommunikation vertreten. Auch sonst begeistert das Programm auf dem Gründerzeitmarkt die ganze Familie: artistische Märchen, musikalisches Hexen-Theater, Chormusik von Walzerkönig Johann Strauss oder Slapstick, Akrobatik und Chansons sind nur einige der Highlights, die der Gründerzeitmarkt bis zu seiner Schließung am Sonntag, 18 Uhr zu bieten hat.

Entdeckungsreise in Unternehmen
Am Freitag, 12. September, laden die Tage der Industriekultur zur Entdeckungsreise in die Wirtschaft von heute ein. Am Vormittag ist der Chemnitzer Nachwuchs gefragt, Unternehmen und Forschungseinrichtungen wie den Abfallentsorger ASR, Energieversorger eins energie in sachsen, die TU Chemnitz und das Sächsische Textilforschungsinstitut zu erkunden. Am Abend öffnen sich dann Chemnitzer Unternehmen für Besucher: 17 Unternehmen und Gewerbestandorte laden dazu ein, die Wirtschaftskraft des heutigen Chemnitz kennenzulernen. Über 2.000 Plätze stehen für Führungen bereit und können vorab gebucht werden über www.industriekultur-chemnitz.de. Einblicke gibt es ebenso in Start-up-Unternehmen im Technologie Centrum Chemnitz, wie in die Weltkonzerne Volkswagen, Siemens oder erstmals Thyssen-Krupp und 3D-Micromac. Mittelständische Maschinenbauer wie Niles-Simmons, Heckert oder Union führen ebenso durch ihre Werkhallen wie Gießereien, Energieversorger oder Schienenhersteller. An vielen Punkten der Spätschicht verbindet sich Industrie mit Kultur – wie beispielsweise am traditionellen Gewerbestandort schönherr.fabrik.

„Industriewelten“ im smac
Eine Ikone des modernen Bauens, das von Erich Mendelsohn entworfenen ehemaligen Kaufhaus Schocken, ist in diesem Jahr Austragungsort der „Industriewelten“. Im „Schocken“ wurde im Mai 2014 das smac – Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz eröffnet - am Sonntag, 14. September ist es die Kulisse für das kulturelle Abschlussprogramm der Tage der Industriekultur. Im modernen Ambiente gibt es Vorträge und Performances – etwa vom Ballett der Theater Chemnitz zum Tanz der Moderne, musikalisch mit Steffan Claußner und einem Ensemble der „100 Mozartkinder“ oder von der Gesellschaft der Bücherfreunde zu Chemnitz. Mit der Veranstaltung wird zugleich das Kulturjahr „Moderne(s) in Chemnitz. Kunst und Architektur“ eröffnet, das bis Ende 2015 in der Stadt zelebriert wird. In Partnerschaft mit dem Tag des offenen Denkmals werden die Industriewelten am Sonntagnachmittag in der Industrieschule Chemnitz fortgesetzt: „Musikalische Schmuckstücke“ bringt dabei das Saxophon Quartett der Oper Chemnitz zu Gehör.

Partnerveranstaltungen und Sonderprogramme
Der Tag des offenen Denkmals, 2014 erstmals Partnerveranstaltung der Tage der Industriekultur, widmet sich zuvor bereits dem Thema „Farbe“: Industrieschule, die heutige Möbelgalerie Tuffner, die Gartenstadt Gablenz, der Basarketurm im Wirkbau und viele weitere Chemnitzer Baudenkmäler werden dabei in Führungen vorgestellt.

Eine weitere Partnerschaft wurde mit der Galerie Roter Turm geschlossen: Die innerstädtische Galerie zeigt bereits vom 8. September an und bis zum 27. September die Ausstellung „Industriestadt Chemnitz“ mit Innovationen, Visionen und beeindruckenden Projekten der Industrie in Chemnitz.

Darüber hinaus bietet die Tourist-Information eine Reihe von zusätzlichen Führungen insbesondere am Samstag, 13. September zwischen 14 und 17 Uhr stündlich einen Innenstadtrundgang zum Thema Industriekultur sowie 14 Uhr zwei kostenfreie thematische Kinder- und Schülerführungen. Ein Arrangement lädt auswärtige Touristen ein, Chemnitz während der Tage der Industriekultur kennenzulernen.

www.industriekultur-chemnitz.de

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Bildquelle: CWE GmbH