Henry van de Velde Museum in der Villa Esche

Die von dem belgischen Künstler Henry van de Velde entworfene Villa Esche gilt als ein Baudenkmal von europäischem Rang und gehört neben dem Kaufhaus Schocken von Erich Mendelsohn, dem Kaßberg, als einem der größten, noch geschlossen erhaltenen Jugendstil- und Gründerzeitviertel Europas, und imposanten Bauten der Industriearchitektur zu den herausragenden Architekturleistungen in Chemnitz.

Im Henry van de Velde Museum werden Exponate aus dem umfangreichen Konvolut der Kunstsammlungen Chemnitz gezeigt: Im Erdgeschoss vermitteln das ehemalige Speisezimmer und der Musiksalon weitgehend original möbliert einen Eindruck des ursprünglichen Ambientes der von van de Velde gestalteten "Lebensräume". Im Obergeschoss der Villa gewährt eine Dauerausstellung im ehemaligen Schlaf-, Kinder- und Badezimmer Einblicke in das weitgefächerte Gesamtschaffen des vielseitigen Künstlers. 

Villa Koerner

Die Villa Koerner auf der Beyerstraße erstrahlt wieder in »altem« Glanz. Das ehemalige Wohnhaus des Tintenfabrikbesitzers Theodor Körner wurde von dem belgischen Architekten Henry van de Velde rund zehn Jahre nach der Villa Esche (1913/14) entworfen und in Chemnitz errichtet. Besucher können, nach Absprache mit den Hauseigentümern, das Flair des Jugendstils sowie der modernen Architektur in dem kulturell bedeutsamen Gebäude der Stadt Chemnitz mit angrenzendem Parkgelände erleben.


Zwischen beiden Häusern – Villa Esche und Villa Koerner – liegt eine zehnjährige Architektenerfahrung des Künstlers. Die Merkmale einer persönlichen Formensprache, die sich ursprünglich in mehr oder weniger dekorativer Weise zeigten, sind nunmehr ganz ins Architektonische umgesetzt.