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Sächsisches Industriemuseum

Das Industriemuseum Chemnitz gehört dem Sächsischen Industriemuseum an und befindet sich mit seiner Ausstellung in einer ehemaligen Werkhalle des Maschinenbaus.

Das Museum bietet eine umfangreiche Sammlung aus der sächsischen Industriegeschichte in Chemnitz u.a. aus den Bereichen des Maschinenbaus, des Flugzeugbaus, des Bahnwesens und der Textilindustrie. Die Exponate der Dauerausstellung sollen die technische Entwicklung sowie Zusammenhänge mit der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte Sachsens vermitteln. Das zeitliche Spektrum geht vom Ende des 18. Jahrhunderts, dem Beginn der Industrialisierung in Sachsen, aus und endet in der Gegenwart. Ein besonderes Highlight stellt eine funktionstüchtige Dampfmaschine der Firma Germania aus dem Jahr 1896 dar.

Pölzig-Bau ehem. Textilfabrik Sigmund Goeritz AG

Der von dem deutschen Architekten Hans Poelzig stammende Bau diente ab 1899 als Eisengießerei.

1906 erfolgte der Umbau zur Textilfabrik Sigmund Goeritz AG, den späteren Venus-Werken Chemnitz die zu DDR-Zeiten zu VEB Trikotagenwerke Ideal umbenannt wurden. Heute sollen moderne Wohnungen in das geschichtsträchtige Gebäude einziehen.

Strumpffabrik Moritz Samuel Esche

Die Firma Moritz Samuel Esche gilt als die älteste Firma in Chemnitz.

Anfangs war das Unternehmen in Limbach beheimatet, zog aber 1870 nach Chemnitz in eine neue Fabrik. Nach mehreren Erweiterungen entstand 1886 der heutige Bau. Hier arbeiteten 1900 circa 500 und 1911 circa 700 Angestellte, die feine Wirkwaren für den deutschen Markt, aber auch für die ganze Welt herstellten. Heute beinhaltet das Gebäude an der Goethestraße das Sozialamt, mehrere kleine Firmen und ein Ärztehaus.

Stern-Garagenhof

Das aus Chemnitz-Klaffenbach bekannte Museum für sächsische Fahrzeuge e.V. hat seit Dezember 2008 ein neues Domizil nahe der Chemnitzer Innenstadt gefunden.

Hier in den "Stern-Garagen", einer der ältesten erhaltenen deutschen Hochgaragen, bietet sich der passende historische Rahmen für rund 200 Exponate von mehr als 70 Herstellern. Auf 1.000 Quadratmetern präsentieren sich dem Besucher über 150 Automobile, Motorräder und Fahrräder. In chronologischen Themenboxen finden Sie viele einmalige Zeugnisse der sächsischen Fahrzeugbaugeschichte zwischen dem späten 19. Jahrhundert und heute. Renn- und Geländesportfahrzeuge sind ebenso zu erleben, wie eine zeitgenössische Werkstattszene und die Marken „Wanderer“ und „DKW“.

Villa Schwalbe

Der Bau diente als Wohnhaus des Fabrikanten J. S. Schwalbe.

Die im Jahre 1811 gegründete Maschinenfabrik von Schwalbe etablierte sich ab 1856 in der Chemnitzer Fabrikstraße mit dem Titel „Maschinenfabrik Germania von J.S. Schwalbe & Sohn". Zum Produktionsprofil gehörten damals u.a. Wärmetauscher, Chemieanlagen, Reaktoren, Reaktionskolonnen und Lokomotivkessel.

Verwaltungsgebäude ehem. Hartmann Werke

Das Verwaltungsgebäude der Lokomotiv- und Maschinenfabrik R. Hartmann AG wurde in den Jahren 1837 bis 1839 erbaut.

Das größte Chemnitzer Industrieunternehmen, die Sächsische Maschinenfabrik AG, 1837 von Richard Hartmann gegründet, errichtet das Gebäude als Verwaltungssitz.

  • 1897 Einweihung des Gebäudes zum 60. Firmenjubiläum der Sächsischen Maschinenfabrik AG.
  • 1922/23 Ein Erweiterungsbau wird errichtet. Das Neue Eingangsportal dominieren zwei Skulpturengruppen des Chemnitzer Bildhauers Bruno Ziegler.
  • 1930 Liquidation des Unternehmens, nachfolgende Nutzung als Polizeigebäude
  • 1933 „Schutzlager“ für NS-Gegner in einem Nebengebäude
  • 1952 Nutzung als Kreisamt der Volkspolizei
  • nach 1990 Sitz der Polizeidirektion Chemnitz
  • 2012 Am Westgiebel wird ein zweiter Erweiterungsbau angefügt.

Strumpfwirkerei William Janssen

Am Ufer der Chemnitz und in der Nähe des Schlossteichs gelegen, erstrahlt die ehemalige Strumpfwirkerei William Janssen von 1894 im neuen Glanz.

Die Firma Janssen war ein bedeutender Repräsentant der Trikotagenindustrie in Chemnitz. Mit besonderen Plüschstoffen erreichte sie Weltbedeutung.

  • 1894 Die ursprünglich in Berlin gegründete und nach Chemnitz verlegte Firma lässt ein Fabrikgebäude und später einen Erweiterungsbau errichten.
  • 1922 Das Unternehmen wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, die weiterhin Bekleidungstextilien verschiedener Art produziert.
  • 1945 Durch Kriegsschäden bleibt lediglich der Erweiterungsbau erhalten.
  • nach 1945 Die ehemalige Fabrik wird durch den VEB Hydraulik Rochlitz als Bürogebäude genutzt.
  • 1998 Es entsteht die erste Chemnitzer Loft-Wohnanlage mit Gewerberäumen.
  • Die Hauptfassade des fünfgeschossigen Fabrikgebäudes wurde dekorativ mit Verblendklinkern akzentuiert. Im Dach- und Giebelbereich integrierte man moderne Elemente aus Glas und Stahlbeton. Heute befinden sich hier Geschäfte, Büroräume und exklusive Loft-Wohnungen, ebenso das Restaurant „Janssen“, auf dessen Terrasse es sich wunderbar entspannen lässt.

Ehemalige Färberei Theodor Haase

Die ehemalige Färberei Haase beinhaltet ein ganzes Stück Chemnitzer Industriegeschichte.

Sie befindet sich hinter dem Stadtbad – schräg gegenüber der Janssen-Fabrik, für deren Bau Ende der 20-er, Anfang 30-er Jahre die ehemaligen Zimmermann-Werke weichen mussten.

Auf dem Gelände entwickelten sich die bedeutendsten Färbereiunternehmen von Chemnitz.

  • 1908 – 1909 Die Schrepel & Kutzschbach AG übernimmt die Gehrenbecksche Färberei und errichtet den markanten Stahlbeton-Skelettbau nebst Heiz- und Kesselhaus mit einem 60 Meter hohen Schornstein.
  • 1910 Der Gebäudekomplex wird durch Theodor Haase erworben und als Buntfärberei weitergeführt.
  • 1922 – 1923 Der markante Wasserturm und ein Fabrikneubau werden nach Plänen von Paul Kranz errichtet.
  • nach 1945 Die durch Bombenangriffe beschädigten Gebäude werden saniert.
  • 1972 Der Betrieb wird verstaatlicht und bis zur Stilllegung 1990 als Färberei weitergeführt.
  • 2012 grundlegende Sanierung und gewerbliche Nutzung

schönherr.fabrik

In diesem historischen Komplex gehören Leben und Arbeiten zusammen. 

Täglich finden hier Veranstaltungen, Konzerte, Kurse, Seminare und Ausstellungen statt. Die schönherr.fabrik bietet mit ihrer sehr guten Erreichbarkeit, dem einzigartigen Ambiente und ihrem historischen Flair eine ideale Arbeits- und Wohlfühlumgebung.

Das Gelände der schönherr.fabrik zählt zu den bedeutendsten Chemnitzer Industriedenkmälern des 19. Jahrhunderts. Das ca. 83.000 m² große Gelände stellt eine einzigartige Ansammlung von Fabrikgebäuden aus über 200 Jahren dar und ist heute eines der erfolgreichsten Revitalisierungsobjekte von Industriegebäuden in Chemnitz.

In der einstigen Webstuhlfabrik sind heute im industriellen Teil neben Maschinenbauunternehmen, Gießerei, der Webstuhlfertigung und metallverarbeitenden Unternehmen auch Firmen aus Handel und Dienstleistung tätig.

Ehemalige Aktienspinnerei

Die Aktienspinnerei entstand um 1858 infolge der Gründung einer Aktiengesellschaft als damals größte Spinnerei Sachsens mit 60.000 Spindeln.

Durch den Garnbedarf der aufstrebenden Textilindustrie wurde die Aktienspinnerei als eine der größten Spinnereien Deutschlands errichtet.

  • 1859 Der Industriezweckbau wird aus Mitteln der eigens dafür gegründeten Aktiengesellschaft erbaut und ist mit über 50.000 Spindeln die größte Spinnerei Sachsens.
  • 1914 Nach Einstellung des Spinnereibetriebes dient das Gebäude als Depot und Quartier für Polizei, Armee und Zwangsarbeiter.
  • nach 1945 Das Gebäude wird von der Handelsorganisation (HO), später von der Stadtbibliothek, der Puppenbühne und dem Kabarett genutzt.
  • 2000 Die „Neue Sächsische Galerie“ wird Mitnutzer des Gebäudes.
  • 2015 Beginn des Umbaus zur zentralen Universitätsbibliothek

Villa Zimmermann

Johann von Zimmermann, Begründer des Werkzeugmaschinenbaus in Deutschland, ließ von 1865 bis 1867 vom hannoverschen Architekten Otto Goetze die Villa errichten und nutzte diese als eigenen Wohnsitz bis 1884.

Das Gebäude zählt zu den wertvollsten Baudenkmälern der neugotischen Wohnhausarchitektur des 19. Jahrhunderts in Sachsen.

  • 1866 Errichtung der repräsentativen Villa für den bedeutenden Maschinenbauunternehmer
  • 1890 Nachnutzer lassen das an die Villa anschließende Hotel Carola errichten.
  • 1945 Das Gebäude wird Sitz der Sowjetischen Militärverwaltung und später Verwaltungsgebäude der Handelsorganisation (HO) für die Sparte Gaststätten.
  • 2007/2008 Das Gebäude wird nach Leerstand und gescheiterten Investitionen grundlegend saniert, steht aber nach kurzzeitiger gastronomischer und kultureller Nutzung wieder leer. Das angrenzende Hotel Carola wird abgerissen.
  • 2013 neuer Eigentümer erwirbt die Villa

Eisenbahnviadukt

Das Eisenbahnviadukt, auch Chemnitztalviadukt oder Beckerbrücke, wurde 1901 im Verlauf der Bahnstrecke Dresden-Werdau errichtet. Dieses technisch und kulturhistorisch bedeutende Bauwerk prägt den Ruf der Industriestadt Chemnitz. 

Es überbrückt die Annaberger Straße, den Fluss Chemnitz sowie die Beckerstraße.

  • 1858 Zur Überquerung der Chemnitz wird für die Strecke in Richtung Zwickau eine Steinbrücke errichtet. Bis zur Jahrhundertwende sind viele Kreuzungen dieser Strecke noch ebenerdig.
  • 1901–1906 Neubau einer viergleisigen Stahlbrücke mit 20,7 m Höhe, 275 m Länge und 16,5 m Breite. Die Brücke kann mit Loks und Waggons bis zu 21 Tonnen Achslast befahren werden.
  • 2013 Die Deutsche Bahn AG beabsichtigt, das jetzt noch zweigleisig genutzte Viadukt abzureißen und durch eine neue Konstruktion ersetzen lassen. Dagegen erhebt sich eine breite Bürgerbewegung.

Gewerbepark Wirkbau

Der Grundstein für den Industriekomplex des ehemals größten Werkes für Textilmaschinen in Deutschland wurde bereits im Jahre 1883 gelegt. 

Nach zahlreichen Erweiterungen und Umbauten in der mehr als 120-jährigen Geschichte beheimatet das Gelände heute den Gewerbepark Wirkbau Chemnitz.

Das unter Denkmalschutz stehende Areal, dessen Name sich von dem hier im Jahre 1949 wieder etablierten Wirkmaschinenbau ableitet, wurde seit 1996 für über 14 Mio. EUR umfassend saniert und modernisiert.

Villa Esche

Die Villa Esche im Chemnitzer Stadtteil Kapellenberg wurde vom belgischen Künstler, Architekten und Bauhausmitbegründer Henry van de Velde in den Jahren 1902 und 1903 entworfen und eingerichtet.

Das umfassende künstlerische Gesamtkonzept erstreckte sich dabei vom Gartenzaun bis hin zum Geschirr. Benannt nach ihrem einstigen Besitzer, dem Textilfabrikanten Herbert Eugen Esche, ist die Villa Esche heute eines der bedeutendsten Baudenkmäler des Jugendstils und gilt als erster Wohnhausauftrag van de Veldes in Deutschland. Weite Teile der ursprünglichen Ausstattung sind im Originalzustand erhalten.

Nach umfassender Restaurierung beherbergt das Haus neben Trauzimmer und Restaurant ein Henry van de Velde-Museum. Regelmäßig finden in der Villa Esche Konzerte und kulturelle Veranstaltungen statt.

Villa Kohorn

Das von den Architekten Wenzel Bürger und Karl Johann Benirschke erbaute Haus gehört stilistisch der Reformarchitektur an und steht unter Denkmalschutz.

Das Haus wurde ursprünglich für den Fabrikanten Friedrich August Hempel, Mitinhaber und Gesellschafter der Firma Gebrüder Lohse (Färberei- und Merzerisieranstalt), und seine Familie erbaut. Seit den 1930er Jahren ist das Gebäude in mehrere Wohnungen unterteilt.