Wissenswertes über Chemnitz

Zahlen und Fakten

Chemnitz ist eine moderne Großstadt mit rund 250.000 Einwohnern mitten in Europa - in direkter Nachbarschaft zu den EU-Mitgliedsländern Tschechien und Polen. 

In Chemnitz trifft traditioneller Erfindergeist auf die High-Tech-Entwicklungen des 21. Jahrhunderts. Das ehemalige "sächsische Manchester" knüpft damit an seine über 150-jährige Tradition als Zentrum des Maschinenbaus an.

Die Technische Universität und zahlreiche Forschungseinrichtungen sind der beste Beweis für die Entwicklung zu einem führenden Forschungs- und Entwicklungsstandort Deutschlands.
Chemnitz gehört laut Wirtschaftswoche-Ranking zu den wachstumsstärksten Städten Deutschlands.

Geschichte

Im Jahr 1143 wird Chemnitz erstmals urkundlich erwähnt: Das sieben Jahre zuvor gegründete Benediktinerkloster erhielt das Marktrecht. Die Wiege der Stadt steht auf dem Schlossberg, wo heute das stadtgeschichtliche Schlossbergmuseum zu finden ist. Kaiser Barbarossa wird dann für 1170 die Gründung der Siedlung Chemnitz zugeschrieben. Der Ende des 12. Jahrhunderts errichtete Rote Turm, ehemaliger Teil der Stadtbefestigung und in seiner Historie Sitz des Stadtvogtes, Gefängnis und Vorbild für das traditionsreiche Spülmittel- die Fit-Flasche, ist das älteste Gebäude im Stadtzentrum.

Schon früh ist Chemnitz mit der Textilproduktion verbunden: Im 14. Jahrhundert erhält es das Privileg zur Errichtung der Landesbleiche. Mit der industriellen Revolution explodiert die Stadt im 19. Jahrhundert, erstmals erreicht sie 1883 die Zahl von 100.000 Einwohnern. Fabrikgebäude nahe am Zentrum prägen das Bild. Andererseits vergrößert sich das Stadtgebiet: Der zentrumsnahe Kaßberg wird ab 1870 besiedelt – hier entsteht in der Folgezeit das größte europäische Gründerzeit- und Jugendstilviertel. Das Stadtzentrum verdichtet sich zunehmend zum pulsierenden Herzen.

Schönherrfabrik Chemnitz
Karl-Marx-Monument

Einen gravierenden Einschnitt erlebt Chemnitz am 5. März 1945: Fast vollständig zerstört wird das Stadtzentrum in einer Bombennacht. Der Wiederaufbau erfolgt unter Regie sozialistischer Stadtplaner: Mit paradetauglichen, plattenbaugesäumten Straßen, dem Karl-Marx- Monument – einer der größten Porträtbüsten der Welt –, einer neu errichteten Stadthalle mit angeschlossenem Hotelturm. Zum Zeichen, dass hier eine sozialistische Musterstadt entsteht, wird Chemnitz 1953 in Karl-Marx-Stadt umbenannt.

Am 1. Juni 1990 erhält die Stadt nach einem Referendum ihren ursprünglichen Namen zurück. Seitdem entwickelt sich Chemnitz zum lebendigen Zentrum einer Region mit mehr als einer Million Einwohnern – mit attraktiven Arbeitsplätzen und buntem Kultur- und Freizeitangebot.

Persönlichkeiten

Einige bekannte Persönlichkeiten:

  • Marianne Brandt (1893–1983)
  • Herbert Eugen Esche (1874–1962)
  • Richard Hartmann (1809–1878)
  • Stefan Heym (1913–2001)
  • Richard Möbius (1859–1945)
  • Christian Gottlob Neefe (1748–1798)
  • Karl Schmidt-Rottluff (1884–1976)
  • Louis Schönherr (1817–1911)

Die Tourist-Information bietet ganzjährig einmal monatlich eine Stadtführung mit Besuch des Roten Turmes an. Dort findet man auch die Ausstellung „Große Chemnitzer“. Gruppenbuchungen zu individuellen Terminen sind jederzeit möglich.

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